Zuchtstand der Deutschen Reichshühner

Herkunft:
Deutsche Züchtung seit 1907.

Bedeutung:
Frühreifes, wetterhartes Zwiehuhn; gute Legeleistung; feinfaseriges weißes Fleisch.

Gesamteindruck:
Elegantes, feinknochiges Huhn mit gestreckter, abgerundeter Rechteckform, parallel verlaufender Unter- und Oberlinie ohne Polsterbildung, waagerechter Haltung und mittelhohem Stand.

Rassemerkmale Hahn:
Rumpf: walzenförmiger Körper; im Seitenprofil gestreckte Rechteckform mit langem Brustbein.
Hals: mittellang: leicht gebogen; mit nicht zu langem Behang.
Rücken: breit; lang; gerade; waagerecht; seitlich gerundet.
Schultern: nicht hervortretend.
Flügel: fest anliegend; Unterkante parallel zur Oberlinie; den Körper nicht überragend.
Sattel: breit; seitlich gerundet ohne Kissenbildung.
Schwanz: mittellang: geschlossen; mit nicht zu schmalen, mittellangen, gut gebogenen Sicheln und reichlichem Deckgefieder; breit im Ansatz im stumpfen Winkel getragen.
Brust: breit; voll; tief; gut gerundet; etwas nach vorn getragen.
Bauch: breit; voll; gut entwickelt.
Kopf: klein; mäßig gewölbt.
Gesicht: rot; glatt.
Kamm: mittelgroßer, fein geperlter. gut gewölbter Rosenkamm, der Dorn der Nackenlinie folgend ohne aufzuliegen.
Kehllappen: mittelgroß; rund; von feinem Gewebe.
Ohrlappen: rot; glatt.
Augen: groß; rot bis orangerot, bei der birkenfarbigen Henne auch braun gestattet.
Schnabel: mittellang; leicht gebogen; mit dunkelgrauem Ansatz und First, bei Weißen in Anlehnung an die Lauffarbe.
Schenkel: mittellang; gut sichtbar.
Läufe: mittellang; feinknochig: glatt, fleischfarbig, rötliche Streifen an. Außenseiten gestattet, bei der schwarzen und birkenfarbigen Henne mit grauem Anflug bis grau gestattet.
Zehen: mittellang; gut gespreizt: weißliche Sohlen.
Gefieder: fest anliegend; ohne Sattel- und Schenkelpolster.

Rassemerkmale Henne:
Bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede dem Hahn gleichend.

Grobe Fehler Rassemerkmale:
Zu schmaler. spindeliger Körper; plumpe Form: Zn kurze oder hohle Rückenlinie; starke Kissenbildung; Grobknochigkeit; zu tiefer oder zu enger Stand; zu steile oder abfallende Schwanzhaltung; zu lange, Körperlänge vortäuschende Schwanzpartie; lose Füigelhaltung; beuliger oder faltiger Karnm; abstehender Kammdorn; viel zu flacher Kopf; weiß in den Ohrlappen; Federstoppeln an den Läufen.

Farbenschläge:

Weiß-schwarzcolumbia (Hell):
HAHN und HENNE fast übereinstimmend gezeichnet. Kopf rein weiß; Halsbehang mit breiten, tiefschwarzen, grünglänzenden Schaftstrichen und silberweißer Säumung. Der Halsbehang bildet einen Kragenschluß unter dein geringe schwarze Tropfenzeichnung gestattet ist. Die Federn des Oberrückens unter dem Halsbehang zeigen schwarze Tropfenzeichnung. Beim Hahn angedeutete Sattelzeichnung gestattet. Sattel der Henne rein weiß. Schwanz des Hahnes rein schwarz mit grünem Glanz. Nebensicheln schwarz mit weißem Saum. Schwanz der Henne schwarz, die beiden großen und die kleinen Schwanzdeckfedern schwarz mit weißem Saum. Armschwingen Innenfahnen schwarz, Außenfahnen weiß. das weiße Flügeldreieck bildend. Handschwingen schwarz mit weißem Außensaum. Das übrige Gefieder rein weiß. Untergefieder hellgrau gestattet.

Grobe Fehler:
Starker gelber Anflug; durchstoßender Schaftstrich oder Vorsaum im Halsbehang; zu viel weiß in Schwingen und Schwanz; jegliches schwarz an nicht vorgesehenen Stellen.

Gelb-schwarzcolumbia:
HAHN und HENNE fast übereinstimmend gezeichnet. Kopf rein gelb; Halsbehang mit breiten, tiefschwarzen, grünglänzenden Schaftstrichen und gelber Säumung. Der Halsbehang bildet einen Kragenschluß unter deni geringe schwarze Tropfenzeichnung gestattet ist. Die Federn des Oberrückens zeigen unter dem Halsbehang schwarze Tropfenzeichnung. Beim Hahn angedeutete Sattelzeichnung gestattet.

Sattel der Henne rein gelb. Schwanz des Hahnes rein schwarz mit grünem Glanz. Nebensicheln schwarz mit gelbem Saum. Schwanz der Henne schwarz, die beiden großen und die kleinen Schwanzdeckfedern schwarz mit gelbem Saum. Armschwingen Innenfahnen schwarz, Außenfahnen gelb, das gelbe Flügeldreieck bidend. Handschwingen schwarz mit gelbem Außensaum. Das übrige Gefieder satt leuchtend gelb. Flügeldecken beim Hahn in satterem Farbton als das übrige Gefieder. Untergefieder (Flaum) hellblaugrau.

Grobe Fehler:
Zu helle, stark fleckige oder stark rötliche Oberfarbe: zu fahle Farbe der Federkiele auf der Brust des Hahnes oder im Mantelgefieder der Henne; durchstoßende Schaftstriche oder Vorsaum im Halsbehang; zu viel Gelb in Schwingen und Schwanz; jegliches Schwarz an nicht vorgesehenen Stellen.

Birkenfarbig:
HAHN:
Kopf, Hals- und Sattelbehang silberweiß mit schwarzen Schaftstrichen; Rücken und Flügeldecken silberweiß; Brust schwarz mit schmaler, silberweißer Säumung einschließlich der Kropfpartie, bei Alttieren tiefer gehend gestattet. Übriges Gefieder schwarz mit grünem Glanz.
HENNE:
Kopf, Halsbehang und Brust wie beim Hahn; übriges Gefieder schwarz mit grünem Glanz.

Grobe Fehler:
Fehlender Grünglanz; fehlende oder zu klatschige Säumung; weiße Federkielzeichnung auf der Brust; Säumung auf Schenkel und Bauch; Weiß im Flügeldreieck der Hähne; Zeichnung im Mantelgefieder der Hennen.

Weiß: Reinweiß.
Grobe Fehler: Starker gelber Anflug.

Schwarz:
Sattes Schwarz mit grünem Glanz. Untergefieder beim Hahn nach dem Grunde hin heller werdend, bei der Henne dunkler.

Grobe Fehler: Sehr mattes Gefieder; violetter Glanz; Rost; Schilf.

Rot:
Gleichmäßig sattes. jedoch nicht zu dunkles, glänzendes Rot. Schwarz auf den Innenfahnen der Armschwingen und Außenfahnen der Handschwingen gestattet. Schwanz schwarz, beim Hahn grün glänzend. bei der Henne die Schwanzdeckfedern mit mehr oder weniger roter Säumung. Nebensicheln beim Hahn zum Sattel hin an Rot zunehmend. Untergefieder möglichst rot, leichter grauer Anflug gestattet.

Grobe Fehler: Stark scheckige oder matte Oberfarbe; schwarze Halszeichnung; schwarze Einlagerungen im Mantelgefieder: Schilf.

Gestreift:
Jede Feder in mehrfachem, scharf abgegrenztem Wechsel von Schwarz und Milchgrau, möglichst gradlinig quer gestreift: Federenden schwarz; die schwarzen und hellen Streifen beim Hahn in gleicher Breite: bei der Henne sind die schwarzen Streifen breiter, wodurch diese im Gesamtbild dunkler erscheint. Durchgezeichnetes Schenkelgefieder ist anzustreben.

Grobe Fehler: Starker gelber oder brauner Anflug; stark verschwommene und ungleichmäßige Streifung; einfarbiges Untergefieder ohne Streifung; viele Federn mit hellem Federende; viel Weiß (Schilf) in Schwingen und Schwanz

Silber-Schwarzgesäumt:
HAHN:
Kopf, Hals- und Sattelbehang silberweiß mit schwarzem Schaftstrich. Brust weiß, jede Feder mit ausgeprägtem, tiefschwarzem lanzettförmigem Saum, der gleichmäßig breit sein soll. Diese Zeichnung erstreckt sich von der Kehle bis auf die Schenkel. Rücken und Flügeldecken möglichst weiß mit pfeilspitzartiger schwarzer Säumung; etwas Ruß gestattet. Die größeren Flügeldeckfedern mit breitem Saum, mindestens 2 Binden bildend. Armschwingen weiß mit schwarzer Säumung. Innenfahnen der Handschwingen schwarz, Außenfahnen weiß. Schwanz grünglänzend schwarz. Bauch schwärzlich. Untergefieder dunkelgrau.

HENNE:
Kopf und Halsbehang weiß mit ziemlich breitem Schaftstrich. Schwingen und Untergefieder wie beim Hahn. Brust, Rücken, Schenkel und Flügeldecken möglichst reinweiß mit blockigere, lanzettförmigem tiefschwarzem Saum.

Grobe Fehler: Rost; matter oder zu runder Saum; zu helles Bauchgefieder; ferner bei Hennen ausgeprägte Moos-, Pfeffer- oder Rußbildung; Doppel- oder Vorsaum.


Gold-Schwarzgesäumt:

HAHN:
Grundfarbe helles Goldbraun. Gold im Hals- und Sattelge-fieder etwas heller absetzend. Kopf-, Hals- und Sattelbehang goldfarbig mit leichtem schwarzem Schaftstrich. Zeichnung wie bei Silber.

HENNE:
Kopf und Hals goldfarbig mit breiten schwarzen Schaftstrichen. Grundfarbe goldbraun mit tiefschwarzer lanzettförmiger Säumung. Sonstige Zeichnung wie bei Silber. Schwanz und Bauch mattschwarz.

Grobe Fehler: Rost; matter oder zu runder Saum; zu helles Bauchgefieder; ferner bei Hennen ausgeprägte Moos-, Pfeffer- oder Rußbildung; Doppel- oder Vorsaum.

Gewichte:
Hahn: 2,5-3,5 kg
Henne: 2-2,5 kg

Bruteier-Mindestgewicht: 55 g

Schalenfarbe der Eier: Rahmgelb

Ringgrößen:
Hahn III
Henne IV

Schreibe einen Kommentar